Weser8geocaching’s Blog

Geocaching – nicht nur im Weserbergland

Geocaching?

Für manche Leser mag das Thema Geocaching seit längerer Zeit bekannt sein. Daher können erfahrene Geocacher diese Seite getrost wegklicken. … Oder weiterlesen, um einige weiterführende Seiten auf einen Blick zu haben.

Erste Orientierung – Geocaching?

Beim Geocaching geht es darum, auf die Suche nach beeindruckender Umgebung zu gehen. Dabei ist es im Regelfall nur möglich, mit Hilfe eines GPS-Empfängers und Koordinaten aus einer der Datenbanken mit Verstecken das Ziel (den Cache, häufig ein Behältnis) anzugehen. An Datenbanken sind derzeit in Deutschland Geocaching.com und Opencaching.de etabliert, wobei in der erstgenannten mehr Verstecke für Deutschland und auch weltweit verzeichnet sind. Opencaching.de hat quantitativ weniger Caches für Deutschland, dafür jedoch unter anderem eine deutschsprachige Benutzeroberfläche. Eine deutschsprachige Einführung vermitteln die Seiten von Geocaching.de.

Wie bei der Schnitzeljagd oder dem Orientierungslauf ist ein bedeutender Teil die Suche nach dem besten Weg. Etwas philosophischer ausgedrückt: Der Weg ist das Ziel.

Englische Begriffe – wofür?

Da Geocaching zunächst in den USA populär wurde, sind die gängigen Szenebegriffe in Englisch gehalten. Es gibt allerdings auch deutschsprachige Bezeichnungen, die zum Beispiel auf Opencaching.de verwendet werden.

Einige Wörter haben sich einfach eingebürgert, darunter das Wort Cache für Versteck. Im folgenden sind einige Begriffe kurz erklärt.

  • Additional Hints: Zusätzliche Hinweise des Cacheeigentümers, die dieser zum Lösen des Caches freiwillig angeben kann. Darin werden zum Beispiel Hinweise zum Fundort oder zur Bergung des Aufbewahrungsgefäßes gegeben. Damit auch Zeitgenossen die den Hinweis nicht brauchen, ohne diesen Hinweis den Cache finden können, wird er standardmäßig mit ROT13 verschlüsselt. Dabei werden die Buchstaben des Alphabetes um 13 Stellen verschoben, also rotiert.
  • Attributes: Dies sind die Eigenschaften des Caches. Ist er jederzeit zu erreichen, haben Rollstuhlfahrer (stellvertretend für Menschen mit körperlichen Behinderungen) eine Chance den Cache zu erreichen, kann man Kinder gut mitnehmen und vieles mehr passt in diese Eigenschaften. Zu finden sind sie bei der Cachebeschreibung.
  • Cache: Hier bedeutet es das Versteck des Behälters. Darin sind neben Papier zum Notieren des Fundes, ein Bleistift und je nach Größe auch weitere Gegenstände liegen. Wer von den weiteren Gegenständen etwas entnimmt, soll auch wieder etwas Gleichwertiges hineinlegen.
  • Coin: Mehr oder weniger seltene und mehr oder weniger hübsche Ziermünzen mit einem Schlüssel zum Nachverfolgen.
  • Difficulty: Wie schwierig ist es, den Cache insgesamt zu finden? Die Einstufung erfolgt von 1 bis 5, wobei 1 die leichtesten Caches sind und 5 die anspruchsvollsten Exemplare.
  • Earthcache: Einmal um die ganze Welt und stehen bleiben, wo man etwas lernen kann? Hier werden auf mehr oder weniger unterhaltsame Art Wissenslücken in der Geologie geschlossen und häufig ein Foto und einige Frage als Logbedingung gefordert.
  • Event: Ein Event ist eine Veranstaltung, häufig eine lockere Runde zum Klönen. Ein Event kann ebenso gut ein Treffen für gemeinsame Kletterübungen sein. Wichtig, um es loggen zu können, ist die Tatsache der vorherigen Veröffentlichung in mindestens einer der Datenbanken.
  • Guidelines/Nutzungsbedingungen: Die Grundregeln der jeweiligen Cacheplattform regeln, was Nutzern und Versteckern für Bedingungen auferlegt werden. Über den Sinngehalt einzelner Punkte wurde bereits häufig diskutiert, gültig sind diese Regeln jedoch trotzdem.
  • Hint: Mehr oder weniger hilfreiche Hinweise dazu, wie man den Cache findet.
  • Log/Logbuch: Im Idealfall wasserabweisendes, häufig aus Papier gefertigtes Büchlein, um „Ich war hier“ zu loggen.
  • Listing: Eine Beschreibung des Ortes, an dem der Cache liegt und häufig verbunden mit allerlei geschichtlich oder anderweitig interessanten Informationen. Anhand des Listings und der Koordinaten muss der Cache findbar sein.
  • Multi: Mehrere Stationen zum Preis eines Caches – kurze oder längere Strecken/Spaziergänge/Wanderungen/Klettertouren.
  • Mystery/Rätselcache: Eine verrätselte Beschreibung, die letztlich doch über (teils große) Umwege zu den Koordinaten von einem Cache führt.
  • Nick: Pseudonym, unter der Cacher bei Datenbanken und Foren sich anmelden. Realnamen sind selten, häufiger sind mehr oder weniger kurze Fantasienamen. Man sollte sie sich zu Beginn gut überlegen, da man diese Namen häufiger in Logs einträgt. Daher besser kurz und schreibarm wählen oder gleich mit einem Stempel einen mittelfristig bleibenden Eindruck hinterlassen.
  • Owner: Der Eigentümer des Caches, dem die üblichen Rechten und Pflichten an dem versteckten Gegenstand zu Teil werden. Der Owner oder die Ownerin kümmert sich um die Wartung beschädigter Caches und Zwischenstationen, erstellt und wartet das Cachelisting und kann jederzeit bestimmen, wann er einen Cache legt und wann er ihn aus dem Spiel nimmt. Unter einigen Umständen wird ein Cache auf Grund von geänderten Bedingungen vor Ort auch zur Wartung vorübergehend deaktiviert oder disabled.
  • Spoiler: Nette Hinweisbildchen, die auf die Nähe des Caches, sein Versteck oder andere sachdienliche Hinweise angeben. Für papierlose Cacher empfiehlt sich, diese mit dem Namen versehen (entweder mittels Bildbearbeitung oder mit einem Skript, dessen Adresse mir gerade entfallen ist).
  • Traditional Cache/Drive-in: Ein ordinäres Behältnis direkt am Ort der angegebenen Koordinaten. Zum Teil ist diese Urform aller Caches erst durch sportliche Bergungsaktionen oder andere witzige Versteckideen zu finden. Manchmal kann man aber auch direkt bis vor/neben/hinter den Cache mit dem Auto oder Fahrrad oder zu Fuß kommen.
  • Telefonjoker: Wie auch bei einigen Quizshows gibt es einige Geocacher, die an gewissen Stellen nicht weiterkommen. Gerade bei Caches aus mehreren Stationen kann es ärgerlich sein, wenn man kurz vorm Ziel ist und es nicht findet. Es gibt einige Datenbanken mit Cachern, die den Cache bereits gelöst und geloggt haben. Dazu zählt unter anderem GCJoker von splitti. Wie bei Gefälligkeiten sonst auch üblich sollte es ein Geben und Nehmen sein. Wer Jemanden anruft stellt sich auch als Joker zur Verfügung.
  • Terrain: Wie viele Bäche müssen durchquert, Berge erklommen und Dornen in Kauf genommen werden für den Cache? Muss man mit Spezialausrüstung wie einem Ruderboot oder Kletterausrüstung vorbeikommen, wird hier gern T5 vergeben.
    Die Einstufung erfolgt von 1 bis 5, wobei 1 die gut erreichbaren Caches sind (häufig auch für Rollstuhlfahrer) und 5 die anspruchsvollsten Exemplare.
  • Tracking Code: Schlüssel, um eine Coin oder einen Reisenden loggen und nachverfolgen zu können. Bei Bildern von Coins werden diese Nummern häufig retuschiert, um nicht so einfach Jedermann und jeder Frau das Entdecken zu ermöglichen.
  • Waymarking/Virtual/Virtueller Cache: Statt Behälter oder Events gilt es hier einen sehenswerten Punkt anzugehen und dann nach einem Foto von sich am Ort zu loggen. Ein Blog-Kollege hat sich damit hier etwas eingehender befasst.
  • Wherigo: Form der papierlos geführten Wanderung oder Erkundung mit diversen Möglichkeiten für Handlungen. Derzeit sind die Wherigos (Wo ich hingehe) relativ beliebt bei einigen Cachern mit einem speziellen, dazu fähigen GPS-Empfänger. Allerdings ist die Erstellung momentan mitunter ein wenig aufreibend und erfordert neben guten Programmierkenntnissen viel Geduld beim Klicken und Ausprobieren.
  • Sollten euch hier noch wichtige Worte fehlen, dann meldet euch einfach per Kommentar zu Wort.

GPS-Empfänger – Was, wie teuer, wo, wofür?

Es gibt zu diesem Thema mindestens ein gutes Forum und einige verschiedene Anschauungen, die zum Teil ähnlich radikal vertreten werden wie Weltanschauungen. Ansonsten kann man auf Events auch erfahrenere Cacher treffen und sich informieren (lassen). Hier sei  nur auf das Geoclub.de-Forum mit dem entsprechenden Thread und diese Sammlung von Literaturtipps verwiesen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: