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Earthcaches anlegen – wie geht’s?

Posted by wese8geocaching - 14. Januar 2009

Eartcaches … es war einmal

Wie man unter Anderem auf den Seiten der deutschsprachigen Reviewer nachlesen kann, hat Groundspeak die Earthcaches vor längerer Zeit schon ausgegliedert in ein weiteres Portal. Bereits im Umlauf befindliche Earthcaches werden jedoch unter den hier genannten Bedingungen weiterhin in der Geocaching.com-Statistik auftauchen.

Earthcaches aus Sicht der Geologen

Unter http://www.earthcache.org/ erfährt der geneigte Leser, was Earthcaches sind und wie man damit umgehen kann. Für deutsche Geocacher interessant ist sicherlich die Möglichkeit aktive Earthcaches auf einen Blick angezeigt zu bekommen. Derzeit sind es 325 nach den Daten der Earthcachedatenbank. Dafür muss man allerdings die Advanced Search heranziehen, die man über Earthcache listings > Advanced Search erreicht.

Man kann dort dann nach bestimmten geologischen Erscheinungen suchen, die ich in einigen weiteren Blogs noch vorstellen werde.

Ein Cache ohne Dose?

Wichtig dürfte für einige Geocacher sein, dass Earthcaches als virtuelle Caches ohne Dose angesehen werden. Näheres zur Sichtweise der amerikanischen GSA (Geological Society of America), die diesen speziellen Cachetyp pflegt und mit relativ dünner personeller Besetzung die Freischaltung betreut, findet sich auch in den FAQ (frequently asked questions – häufige Fragen).

Sinn und Zweck von Earthcaches

Earthcaches sollen laut den FAQ für die Besucher etwas Lehrreiches zur Entstehung der Orte beinhalten. Praktisch wird dies vielfach gelöst durch informative Texte und Verweise auf die Wikipedia rund um die Entstehung des gerade gesichteten Phänomens. Als Logbedingung wird der reale Besuch häufig verknüpft mit einigen Fragen rund um den Ort und einem Foto.

Virtuell sind die Caches deshalb, da hier das Lernen an sich als Erfolg eingestuft wird – keine Goodies aus einem Behälter. Außerdem werden solche Caches anscheinend insbesondere in den USA in Nationalparks oder ähnlichen Schutzgebieten gefunden, die keine Platzierung von Gegenständen wie einer Dose gestatten.

Denkbar ist außerdem, dass der dosenarme Platz um den Ort an sich nicht durch Cacher zu beschädigen. Man stelle sich 200 Cacher pro Jahr vor, die einen bestimmten fossilen Fund besichtigen wollen und dabei die typischen Cacherautobahnen hinterlassen. Für die Natur mag dies nicht unbedingt förderlich sein.

Das Listing

Da die Earthcaches zentral in den USA geprüft und in Earthcaches.org eingespeist werden, ist eine englischsprachige Beschreibung Pflicht. Fachbegriffe sind wie üblich im Text zu erklären. Nach den Angaben im FAQ sind die Prüfkriterien dort:

– Sprachniveau, Bildungswert, Logbedingungen und mehr

gemäß den Guidelines.

Logbedingung

Um nachzuweisen, dass man an Ort und Stelle war, werden als Empfehlung von der GSA Antwort auf Fragen im Listing per Mail an den Owner und ein Foto zum Logeintrag gefordert.  Wie sich dies mit dem Datenschutz vereinbaren lässt, ist mir nicht ganz ersichtlich.

Das Listing ist fertig – und nun?

Bei Earthcaches übernimmt zunächst das Team geoaware (mit einiger Sicherheit eben jene GSA) als Owner den Cache. Anschließend wird jedoch eine Adoptionsanfrage an den wirklichen Owner geschickt. Wird diese nicht binnen 4 Wochen beantwortet, geht der geplante Earthcache gleich ins Archiv.

Die Überprüfung und Freigabe

Bevor ein Listing freigeschaltet werden kann, muss es eine spezielle Prüfungsschleife bestehen. Darin wird eine Überprüfung nach den Guidelines durchgeführt.

Nebenbei bemerkt

Da die GSA auch spezielle Tipps zum Unterrichtseinsatz von Earthcaches von Lehrern hochladen lässt, ist davon auszugehen, dass einige Pädagogen in den USA ihre Schülerschaft zu Earthcaches führt. Daher vermutlich auch die Forderung nach einem verständlichen Sprachniveau. Wenn dann noch die spektakulären Erscheinungen der Natur dazu kommen, gibt es möglicherweise das Prädikat „Pädagogisch wertvoll“.

Natur und Kommerz

Wie üblich gibt es auch auf diesem Portal einen Onlineshop, wo nach Art der Wandernadeln nette Kleinigkeiten zu teils süßen Preisen an den Cacher gebracht werden wollen. Wie bei einigen Vereinen auch gilt wohl auch hier: Wer eine kleine materielle Anerkennung zum Herzeigen und für das eigene Ego braucht, der bekommt sie auch. In Zeiten von Geocaching lasse er sie sich schenken oder kaufe sie sich selber.

Um die Auswahl der geologischen Erscheinungen wird es in einem späteren Blog gehen.

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