Weser8geocaching’s Blog

Geocaching – nicht nur im Weserbergland

Posts Tagged ‘Geologie’

Earthcachetypen – Die Zweite

Posted by wese8geocaching - 18. Januar 2009

Metamorphic Feature – Metamorphic Rock, Gestein nach Metamorphose, dabei wird unter hohem Druck (1.500 Bar) und Hitzeeinwirkung (100-200°C) aus dem Stein (Protolith) ein dauerhaft verformter Stein. Die Veränderungsprozesse sind chemisch, aber können auch physikalisch bedingt. Die Protolithen sind Gesteine, die zur Erdkruste gehören und durch einen hohen Sedimentanteil gekennzeichnet sind. Entweder wurden sie nur durch Hitzeeinwirkung aus dem Erdinneren geformt oder durch hohen Druck von darüber liegenden Gesteinsschichten. Außerdem kann auch bei der Veränderung der Plattentektonik ein Druck in die Waagerechte entstehen, Abspaltungen sind dabei unter anderem möglich.

An der Erdoberfläche sichtbar werden diese Steine durch Erosion und Anhebung der entsprechenden Gesteinsschichten. Weitere Informationen dazu finden sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Metamorphic_rock und http://de.wikipedia.org/wiki/Metamorphose_(Geologie).

Mineral Site – Mineralien, entstehen durch geologische Prozesse und verfügen über einen äußerst festen stofflichen Aufbau mit besonderen Eigenschaften. Bis auf natürliche Gläser sind die Gesteinsarten auf der Erde alle aus Mineralien aufgebaut. Mineralien finden sich außer in Gesteinen auch im Wasser sowie in der Luft. Bei der Entstehung von Mineralien kommen neben der Metamorphose von Gestein oder natürlichen Glasarten noch die Verhärtung von Magma (eine Kristallisation), bei der durch Kristallbildung eine Verhärtung geschieht, sowie die Ablagerung aus wässrigen Lösungen und aus der Luft beim Übergang von Gasen vom festen in den gasförmigen Zustand. Mineralien lassen sich unter anderem als Kernelemente für die Umwandlung von anderen Energieformen in elektrische Energie (Strom) nutzen. Eine beliebte Nutzung einiger Minerale ist auch die Schmuckherstellung und anschließende Verwendung als Schmuck.

Weitere Informationen dazu finden sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Mineral (allgemein über Mineralien), http://en.wikipedia.org/wiki/Mineral_resources (zu industriell abbaubaren Mineralien) oder http://de.wikipedia.org/wiki/Mineral (deutschsprachige allgemeine Informationen zu Minerialien)

Mining Site – Mine, heißt wörtlich übersetzt Erzader. Darunter versteht man den industriellen Abbau von wertvollen Mineralien und anderen industriell interessanten Stoffen aus dem Boden. Einige Minen wurden bereits zwischen 4.000 und 5.000 vor Christi betrieben, wobei die Abbaumethoden und die Wertschätzung verschiedener Materialien sich im Laufe der Zeit stark veränderten. Häufig wurden Schächte in Berge getrieben, Zugänge über Höhlen genutzt oder andere Wege zu den jeweils besonders interessanten Schichten unternommen. Neben der Versorgung der Arbeitenden, den Methoden zum Herauslösen (Sprengen, Bohren, …) nahm auch der Abtransport der abgebauten Stoffe und des Grundwassers einen beständigen Teil der Arbeit ein. Der Abbau und die Herauslösung sind häufig nur mit Salzen oder Chemikalien möglich, die für die Flora und Fauna der Umgebung manchmal bis hin zur vollständigen Ausrottung führen können.

Weitere Informationen dazu finden sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Mining (Abbau von Mineralien und anderen Stoffen), http://de.wikipedia.org/wiki/Stollen_(Bergbau) als auch http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk.

Im dritten Teil dieser Artikelserie geht es dann um die noch verbliebenen Earthcachetypen. Wie immer gilt auch hier: Wer Kommentare und Anregungen hat kann sie gerne in einen Kommentar schreiben.

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Earthcachetypen – Die Erste

Posted by wese8geocaching - 15. Januar 2009

Da die Einstufung von Earthcaches in die verschiedenen geologischen Erscheinungen nicht ganz intuitiv gelingt, habe ich mich mal umgesehen und Erklärungen für die jeweiligen Erscheinungen und deren Entstehung zusammengetragen. Ein zweiter Teil folgt.

Cave/Karst Feature – Gebiete mit Karst bestehen aus steiniger und unfruchtbarer Boden, die durch physikalische und/oder chemische Prozesse entstanden sind. Daneben gibt es noch die Karsthöhlen, im anglophilen Raum auch als Cave (Höhle) zusammengefasst werden. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Karst und http://en.wikipedia.org/wiki/Cave .

Coastal Feature – Küsten sind die Teile des Landes, die an Ozeanen oder salzwasserhaltigen Flussarmen hin zu Ozeanen gelegen sind. Im deutschen Sprachraum versteht man darunter laut dem deutschprachigen Artikel der Wikipedia „das Gebiet zwischen der obersten und äußersten landeinwärtigen und der untersten und äußersten seewärtigen Brandungseinwirkung.“ Nähere Informationen dazu befinden sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Coast, http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCste.

Erosional Feature – Erosionflächen sind Gebiete, in denen durch Wind- und Wassereinwirkungen Teile des Untergrundes bzw. Gesteines zunächst gelöst und später wegtransportiert wurden. Nähere Informationen zur Erosion finden sich auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Erosion_(Geologie) .

Fault Feature – Wörtlich übersetzt Bruchlinien, sind häufig ein stummer Zeuge für Bewegungen der Erdkruste. Bei diesen Bewegungen unterscheidet man nach der Länge der Bruchlinien in lokal begrenzte Bewegungen mit Längen von 50 Kilometern und in plattentektonisch bedingte längere Bruchlinien. Häufig liegen die Bruchlinien auch parallel zu Flüssen und könnten ein Hinweis auf Dehnungen und Schwächungen der Erdkruste sein. Weitere Informationen finden sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bruchlinie und http://en.wikipedia.org/wiki/Fault_(geology)

Fold Feature – Faltungen von eigentlich geraden und flachen Sedimenten. Diese plastischen Verformungen entstehen unter Druckeinwirkung und werden auf dem Wege einer wellenartigen Verteilung abgegeben. Sehr interessant erschien mir, dass es dabei kompetente Gesteine (eher die Boliden) und inkompetente Gesteine (Boden- oder Salzschichten) gibt.

Beispiele dafür finden sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Fold_(geology) und http://de.wikipedia.org/wiki/Faltung_(Geologie).

Fossil Site – Fossilien sind Versteinerungen von einst lebendig gewesenen Tier- und Pflanzenarten, die unter hohem Druck bei der Entstehung von Materialien wie zum Beispiel Bernstein oder Boden- und Gesteinsschichten vor mehr als 10.000 Jahren hineingepresst wurden. Weitere Informationen finden sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Fossil und http://en.wikipedia.org/wiki/Fossil.

Geomorphological Feature – Reliefs und andere Verformungen der Erde, die als Teil der Verformung der Erdoberfläche entstanden sind hier Gegenstand der Earthcaches.

Weitere Informationen finden sich auf http://de.wikipedia.org/wiki/Geomorphologie wie http://en.wikipedia.org/wiki/Geomorphology als auch http://de.wikipedia.org/wiki/Relief_(Geologie) und http://en.wikipedia.org/wiki/Terrain .

Glacial Feature – In Eiszeiten entstandene Erscheinungen der Erde, die bei der Vergletscherung direkt auftraten. Zum Teil sind auch Ablagerungen vom Gletschergestein, die durch Wind oder Gletscherflüsse ins Gletschervorland kamen, gemeint.

Weitere Informationen finden sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Glacial und http://de.wikipedia.org/wiki/Glazial

Historical Site – Erdgeschichtlich bedeutsamer Ort, der anscheinend im Zusammenhang mit erdgeschichtlicher Entwicklung stehen sollte. In dieser Kategorie liegen jedoch bisher keine näheren Erläuterungen vor.

Hydrologic Feature – Hydrologische Erscheinungen haben mit der Verteilung von Wasser in der Erdatmosphäre zu tun. Es geht um Wasserbewegungen, also zeitliche und räumliche Verteilungsvorgänge. Hierzu dürften natürliche Seen und Gewässer gehören, die Wasser speichern und weitergeben. Auch bestimmte Gebiete mit spezieller Verdunstung (Wüste vs. Regenwald vs. Moor) oder anderen Teilen des Wasserkreislaufes könnte man hierunter einsortieren. Weitere Informationen finden sich hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Hydrology und http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrologie als auch http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrologie .

Igneous (Plutonic) Feature – Orte durch Erstarrung von Magma und Erosion. Bei diesen Orten entsteht in Verbindung mit dem Eindringen von flüssigem Magma und vulkanischen Kräften bei Abkühlung erstarrtes Tiefengestein (Plutonen). Dabei funktioniert die Entstehung unter höherem Druck in 5.000m Tiefe oder tiefer, wenn Schicht über Schicht des Magmas abkühlt und das flüssige Magma in bereits existierende Gesteine fließt und dort erstarrt. Typisch sind tonnenförmige Intrusionskörper, die durch Erosion des umgebenden weicheren Gesteines entstanden. Weitere Informationen finden sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonismus_(geologisch) und http://de.wikipedia.org/wiki/Intrusion_(Geologie)

Da ich weder Geologe noch Geograf bin, freue ich mich über Anmerkungen und Korrekturvorschläge. Sofern euch nähere Informationen vorliegen, würde ich mich über einen Hinweis freuen.

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Earthcaches – Die Zweite

Posted by wese8geocaching - 14. Januar 2009

Nachdem ein Leser fragte, ob die Caches denn nun grandfathered wären oder nicht, hier noch mal kurz zur Situation.

Earthcaches, die vor Einführung des Portales Earthcache.org und der Änderung der Guidelines freigeschaltet wurden, werden wie Großväter behandeln. Also gehetschelt und gepflegt. 🙂

Neuere Earthcaches werden über das Portal Earthcache.org in eingegeben, wobei mit diesem Formular auch nach dem Typ der geologischen Erscheinung (EarthCacheClassification), dem Gelände gefragt wird (Type of Land) und der Telefonnummer (Phone number of public land) und Nummer der Genehmigung für den Cache (Approval Permit Number) und dem Namen des genehmigenden Verwalters (Name of Land Manager) gefragt wird.

Wenn die Earthcaches vom Team überprüft wurden und freischaltbar sind, wir der Cache  freigeschaltet und man bekommt ein Angebot seinen Cache zu adoptieren. Geschieht dies innerhalb von 4 Wochen, bleibt der Cache weiterhin gelistet.

Sobald die Earthcaches freigegeben wurden, erscheinen sie als Earthcache logbar unter Geocaching.com.

Ein kleines Detail in den Earthcache Guidelines fand ich bemerkenswert: Earthcaches können wie normale Mysteries aus mehreren Stationen bestehen, wobei sich mir da ohne reales Behältnis der Sinn nur zum Teil erschließt. Es sei denn, man würde zum Beispiel an einem Vulkankrater verschiedene Punkte zeigen wollen.

Außerdem muss der Ort innerhalb der letzten beiden Monate vor dem Einstellen des Caches vom Owner besucht und überprüft worden sein.

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Earthcaches anlegen – wie geht’s?

Posted by wese8geocaching - 14. Januar 2009

Eartcaches … es war einmal

Wie man unter Anderem auf den Seiten der deutschsprachigen Reviewer nachlesen kann, hat Groundspeak die Earthcaches vor längerer Zeit schon ausgegliedert in ein weiteres Portal. Bereits im Umlauf befindliche Earthcaches werden jedoch unter den hier genannten Bedingungen weiterhin in der Geocaching.com-Statistik auftauchen.

Earthcaches aus Sicht der Geologen

Unter http://www.earthcache.org/ erfährt der geneigte Leser, was Earthcaches sind und wie man damit umgehen kann. Für deutsche Geocacher interessant ist sicherlich die Möglichkeit aktive Earthcaches auf einen Blick angezeigt zu bekommen. Derzeit sind es 325 nach den Daten der Earthcachedatenbank. Dafür muss man allerdings die Advanced Search heranziehen, die man über Earthcache listings > Advanced Search erreicht.

Man kann dort dann nach bestimmten geologischen Erscheinungen suchen, die ich in einigen weiteren Blogs noch vorstellen werde.

Ein Cache ohne Dose?

Wichtig dürfte für einige Geocacher sein, dass Earthcaches als virtuelle Caches ohne Dose angesehen werden. Näheres zur Sichtweise der amerikanischen GSA (Geological Society of America), die diesen speziellen Cachetyp pflegt und mit relativ dünner personeller Besetzung die Freischaltung betreut, findet sich auch in den FAQ (frequently asked questions – häufige Fragen).

Sinn und Zweck von Earthcaches

Earthcaches sollen laut den FAQ für die Besucher etwas Lehrreiches zur Entstehung der Orte beinhalten. Praktisch wird dies vielfach gelöst durch informative Texte und Verweise auf die Wikipedia rund um die Entstehung des gerade gesichteten Phänomens. Als Logbedingung wird der reale Besuch häufig verknüpft mit einigen Fragen rund um den Ort und einem Foto.

Virtuell sind die Caches deshalb, da hier das Lernen an sich als Erfolg eingestuft wird – keine Goodies aus einem Behälter. Außerdem werden solche Caches anscheinend insbesondere in den USA in Nationalparks oder ähnlichen Schutzgebieten gefunden, die keine Platzierung von Gegenständen wie einer Dose gestatten.

Denkbar ist außerdem, dass der dosenarme Platz um den Ort an sich nicht durch Cacher zu beschädigen. Man stelle sich 200 Cacher pro Jahr vor, die einen bestimmten fossilen Fund besichtigen wollen und dabei die typischen Cacherautobahnen hinterlassen. Für die Natur mag dies nicht unbedingt förderlich sein.

Das Listing

Da die Earthcaches zentral in den USA geprüft und in Earthcaches.org eingespeist werden, ist eine englischsprachige Beschreibung Pflicht. Fachbegriffe sind wie üblich im Text zu erklären. Nach den Angaben im FAQ sind die Prüfkriterien dort:

– Sprachniveau, Bildungswert, Logbedingungen und mehr

gemäß den Guidelines.

Logbedingung

Um nachzuweisen, dass man an Ort und Stelle war, werden als Empfehlung von der GSA Antwort auf Fragen im Listing per Mail an den Owner und ein Foto zum Logeintrag gefordert.  Wie sich dies mit dem Datenschutz vereinbaren lässt, ist mir nicht ganz ersichtlich.

Das Listing ist fertig – und nun?

Bei Earthcaches übernimmt zunächst das Team geoaware (mit einiger Sicherheit eben jene GSA) als Owner den Cache. Anschließend wird jedoch eine Adoptionsanfrage an den wirklichen Owner geschickt. Wird diese nicht binnen 4 Wochen beantwortet, geht der geplante Earthcache gleich ins Archiv.

Die Überprüfung und Freigabe

Bevor ein Listing freigeschaltet werden kann, muss es eine spezielle Prüfungsschleife bestehen. Darin wird eine Überprüfung nach den Guidelines durchgeführt.

Nebenbei bemerkt

Da die GSA auch spezielle Tipps zum Unterrichtseinsatz von Earthcaches von Lehrern hochladen lässt, ist davon auszugehen, dass einige Pädagogen in den USA ihre Schülerschaft zu Earthcaches führt. Daher vermutlich auch die Forderung nach einem verständlichen Sprachniveau. Wenn dann noch die spektakulären Erscheinungen der Natur dazu kommen, gibt es möglicherweise das Prädikat „Pädagogisch wertvoll“.

Natur und Kommerz

Wie üblich gibt es auch auf diesem Portal einen Onlineshop, wo nach Art der Wandernadeln nette Kleinigkeiten zu teils süßen Preisen an den Cacher gebracht werden wollen. Wie bei einigen Vereinen auch gilt wohl auch hier: Wer eine kleine materielle Anerkennung zum Herzeigen und für das eigene Ego braucht, der bekommt sie auch. In Zeiten von Geocaching lasse er sie sich schenken oder kaufe sie sich selber.

Um die Auswahl der geologischen Erscheinungen wird es in einem späteren Blog gehen.

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